Seychellen

Seychellen

Das Inselparadies Seychellen liegt 500 Kilometer südlich des Äquators und 1600 km östlich von Mombasa im Indischen Ozean!

Wer mit dem Flugzeug anreist, landet auf der Hauptinsel Mahé, eineinhalbmal so groß wie Sylt oder halb so groß wie der Neusiedler See. Jedes Jahr kommen ungefähr 350 000 Touristen und der Tourismus ist mit Abstand die Nummer eins Einkommensquelle: Vierzig Prozent des Bruttoinlandprodukts, werden mit den Urlaubern erzielt. Dann kommen Fisch, immer frisch auch auf der Speisekarte, Kokosnussprodukte und Gewürze wie Vanille. Die Inseln sind sicher, ohne tropische Krankheiten und den sehr freundlichen Menschen, geht es im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten, viel besser. Von den insgesamt 100 000 Einwohner, die Seychellois, leben alleine 75 000 auf der Hauptinsel.

Der hochpreisige Tourismus wird gefördert und so gibt es einige Mittelklassehotels, aber auch sehr teure Luxushotels bekannter Ketten. Auf den Seychellen, sind sie allerdings noch einmal teurer. Von meinen fünf Reisen, wählte ich dreimal das Maia Luxury Resort & Spa und einmal das Four Seasons. Beide sind grandios, doch Maia Luxury Resort & Spa, ist vielleicht noch etwas luxuriöser. Mir hat dort die Idee mit einem persönlichen Butler gefallen, um mir zu jeder Tag- und Nachtzeit, vor allen Dingen mein geliebtes Sashimi, also rohe Fischscheiben, zu bestellen.

Exotisch riechende Frangipani Bäume stehen vor jeder Villa und von den Brotfruchtbäumen, werden die Früchte als frittierte Chips gereicht. Auch viele Kokosnusspalmen gibt es, ein Viertel der Landfläche, ist von ihnen besiedelt. Die üppige Natur ist Heimat für den Seychellennektarvogel, Warzenfruchttaube, Sperbertauben oder Weißschwanz-Tropikvogel, der mit Möwengröße, einen schönen Kontrast vor der grünen Natur ist. Flughunde sind mit die wenigen, aber sehr präsenten Säugetiere, die man stundenlang beobachten kann.

Die Granitberge von Mahé, reichen bis neunhundert Meter Höhe und genau das ist das Besondere: Es gibt richtige Wanderwege, wie zum Beispiel durch den Morne-Seychellois-Nationalpark der zwanzig Prozent der Insel Mahé bedeckt. Nach einer schweißtreibenden Wanderung entspanne ich an einen der siebzig Strände der Insel.

Von Mahé steige ich dieses Mal in ein Flugzeug, das mich in dreißig Minuten zur Insel Praslin bringt. Hier setze ich mich in eine Strandbar und genieße einen lokalen frischen Fisch, der afrikanisch-indisch angehaucht, die typische kreolische Küche mit Curry und Kokosnuss wiederspiegelt.

Kenner bezeichnen, die fast vierzig Quadratkilometer große Insel Praslin, als die schönste. Traumhafte Sandstrände wechseln sich mit dunklen Granitfelsen ab. Die Kombination von Granit, der bis an den puderweißen und weichen Strand reicht, ist ungewöhnlich und einmalig auf der Welt. Auf den Seychellen, wiederholt sich diese faszinierende Kombination – bei über vierzig Inseln.

Auf Praslin, wächst die Coco de Mer, der größte Pflanzensamen der Welt, mit einem Gewicht bis zu zwanzig Kilo. Früher dachte man, sie wachse im Meer, daher der Name. Über einen zertifizierten Händler, kann eine Nuss auch heute noch erworben werden.

Insgesamt ist die Landfläche, der über hundert Inseln, die meisten klein und unbewohnt, vergleichbar mit der Wiens, aber sie sind eingebettet in eine Wasserfläche, fünfmal so groß wie Österreich.

Am gleichen Nachmittag, besuche ich die kleine nahe Insel Curieuse; das Schnorcheln vor den allgegenwärtigen Granitfelsen mit Kaiserfischen, Riffbarschen, Papageienfischen, Muränen und vielen Meeresbewohnern mehr ist ergiebig.

Über Nacht fahre ich dann als Gast der MS Europa von Hapag-Lloyd Cruises, zweihundert Kilometer zu den sogenannten „Outer Islands“, zur Insel Desroches. Auch hier erwartet mich wunderschöne Natur mit traumhaften leeren Stränden, tollem Schnorcheln und Baden im warmen Wasser. Bei der kurzen, weil schmal, Durchquerung der Insel, lassen sich überall die kleinen rot-orangen Madagaskarweber beobachten. Auch mehrere, mittlerweile geschützte Riesenschildkröten kreuzen meinen Weg. Riesenschildkröten gab es übrigens auch auf Madagaskar und den Komoren. Auf den meisten Inseln sind sie allerdings ausgestorben.

© MS Europa

Natürlich darf auf den Seychellen auch ein Regenschauer nicht fehlen, aber wie herrlich ist dieser warme Regen!

Fazit: Es lohnt sich mehrere Tage auf Mahé zu bleiben und es ist einfach, die umliegenden Inseln mit einem kurzen Flug zu erreichen. Eine Kreuzfahrt lässt mich aber mehrere Inseln, in kurzer Zeit kennenlernen. Und wer von mehr träumt: Eine neue Stadt, Eden genannt und  ganz ähnlich wie „The World“ in Dubai, auf Sand gebaut, wurde 2016 fertiggestellt: Auf vierzig Hektar Land mit sechszehn Hektar privaten Wasserwegen, können auch Ausländer Wohn- und Bleiberecht auf den Seychellen erwerben; ein deutscher Zahnarzt, soll sich schon niedergelassen haben.

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Kai Schepp
Kai Schepp

Ich bin gebürtiger Hamburger. Reise seit 30 Jahren weltweit - alleine oder als Leiter exklusiver Natur-, Kultur- und Abenteuerreisen. In Asien habe ich 13 Jahre gelebt, davon sechs Jahre in den Ländern des Himalaya (Nepal, Indien, Bhutan, China). 12 Jahre war Südamerika mein Lebensmittelpunkt, sechs Jahre davon Peru.

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